DFG-Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne"

Seit dem 01.04.2017 gibt es an der Universität Regensburg ein neues Graduiertenkolleg "Metropolität in der Vormoderne" (DFG-Graduiertenkolleg 2337, Sprecher: Prof. Dr. Jörg Oberste, Professur für mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften). Neun Professorinnen und Professoren aus vier Fakultäten haben das Forschungsprogramm zu vormoderner Metropolität entwickelt. Darin sollen interdisziplinäre Studien zur Entstehung und Struktur europäischer Metropolen in Antike, Mittelalter und Frühneuzeit unternommen und gefördert werden. Zahlreiche nationale und internationale Kooperationspartner bereichern die Ausgestaltung des Forschungsprogramms, das auf den langjährigen Erfahrungen und Forschungen des Regensburger Mittelalterzentrums "Forum Mittelalter" und des Themenverbundes "Urbane Zentren und europäische Kultur in der Vormoderne" beruht.

Stellenausschreibung:

Im GRK "Metropolität in der Vormoderne" ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Projektmitarbeiter/in bzw. wissenschaftliche/r Koordinator/in in Teilzeit (20,05 Stunden pro Woche) befristet bis zum 30.09.2021 zu besetzen (Bewerbungsfrist: 28.11.2018)

Zur Ausschreibung

Am Graduiertenkolleg sind die Fächer Geschichte, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Alte Kirchengeschichte, Patristik, Klassische Archäologie, Liturgiewissenschaft, Romanische Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft und Englische Literatur- und Kulturwissenschaft sowie weitere assoziierte Fächer und Kooperationspartner beteiligt. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms stehen Fragen nach Konstitution und Repräsentation, Wirkung und Wandel von Metropolen von der griechisch-römischen Antike bis zur Schwelle der Industrialisierung. In diesem langen Zeitraum spielen sich in Städten neue Vergesellschaftungs- und Wirtschaftsformen, Herrschaftstechniken, kulturelle Codes und urbanistische Muster ein, die ihre Vorbilder und „Laboratorien“ in den Metropolen finden. Worin aber liegt die besondere Wirkung solcher „Referenzorte“ im Urbanisierungsprozess begründet? Das interdisziplinäre Regensburger Forschungsprogramm fragt gezielt nach zeit-  und kulturspezifischen Bedingungen für die metropolitane Bedeutungsvielfalt. Eine ausführliche Beschreibung des Forschungsprogramms und der Schwerpunkte der beteiligten Fächer findet sich unter www.metropolitaet.ur.de

Kommende Veranstaltungen:

Nachwuchsworkshop des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP) in Zusammenarbeit mit dem DFG-Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" der Universität Regensburg am 26./27.11.2018
"Représentation des métropoles / Metropolenbilder. Inszenierungen von Metropolität in Spätmittelalter und Renaissance (1200-1600)"

Zum Programm
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Jörg Oberste (Universität Regensburg, Sprecher des GRK "Metropolität in der Vormoderne"), Prof. Dr. Rolf Große (DHIP), Dr. Boris Bove (Université Paris 8 Saint-Denis).

 

Interdisziplinäres Symposium
"Zwischen Rom und Mailand. Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter. Historische Kontexte und interdisziplinäre Perspektiven"

24./25.01.2019, Vortragssaal im Alten Finanzamt (Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg)

Zur Ankündigung
Organisation: Prof. Dr. Harald Buchinger, Prof. Dr. Albert Dietl, Dr. Elisa Di Natale